Sonja’s Blog
one laptop per child

Jun
03

Dies ist nun wirklich mein letzter Blog-Eintrag. Der Artikle aus dem Tages-Anzeiger vom 5. Mai, fasst „mein“ ganzes Projekt in einem gut recherchierten und sehr interessantem Artikel zusammen. Mir hat es sehr grossen Spass gemacht, mitzuerleben, zu sehen, zu recherchieren, wie ein derart innovatives Projekt wächst. Ich hoffe, dass ich die einen oder anderen damit ein wenig „gluschtig“ gemacht habe. Weiterhin werde ich mich für OLPC, XO, ONE LAPTOP PER CHILD, oder wie auch immer genannt, interessieren.
Schade, dass dieses Projekt keinen IW-ler braucht, ich würde mich sofort melden.

ADE, AUF WIEDERSEHEN UND GOOD BYE
Sonja

Der Drittwelt-Laptop wird unsere Notebooks verändern

Ob der Billig-Laptop XO die Bildungslandschaft in Entwicklungsländern umkrempelt, ist noch nicht klar. Aber seine Existenz setzt die grossen Hardwarehersteller unter Druck.
Zuerst wurden die Wissenschafter Nicholas Negroponte und Mary Lou Jepsen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) vor allem ausgelacht. 2005 verkündeten sie am World Economic Forum (WEF) in Davos, sie wollten einen billigen Laptop für Kinder in Entwicklungsländern herstellen, den die jeweiligen Regierungen dann gratis abgeben – die meisten glaubten, sie würden dabei scheitern. Doch die beiden liessen sich nicht beirren und gründeten die Nonprofit-Organisation One Laptop Per Child (OLPC).

Heute wird der 100-Dollar-Laptop geliefert. Er heisst nun ein wenig anders, nämlich XO und kostet etwas mehr: 188 Dollar. Doch was in dem «Billig»-Laptop an technischen Innovationen steckt, übertrifft normale Notebooks in vielem. Die Technik ist aber nur die eine Seite der Medaille, es geht auch um Bildung.

Billig-Laptop in Schweizer Schulen
Mary Lou Jepsen, bis Anfang 2008 die oberste Technikerin bei OLPC, war sich schon zu Beginn sicher, dass die Zeit gekommen ist, eine alte Utopie zu realisieren. Jene Utopie, die der Computerwissenschafter Alan C. Kay bereits 1972 im Xerox Palo Alto Research Center zu Papier gebracht hatte: Ein Laptop für alle Kinder sollte dazu beitragen, dass sie zu Wissen kommen, es sollte ein Gerät sein, über das sie die volle Kontrolle haben. Alan C. Kay war sich schon damals bewusst: «Dieses Gerät wird nicht die Welt retten. [. . .] Wie das Buch, so bringt der Laptop neue Möglichkeiten und neue Probleme mit sich. Das Buch aber machte es möglich, Wissen über Jahrhunderte jedermann zugänglich zu machen. Vielleicht kann ein aktives Medium auch die Freude am Denken und Kreieren fördern.» Das ist einer der Gründe, warum es in vielen Industrieländern unterdessen Ableger von OLPC gibt – auch in der Schweiz.

Vom Potenzial des XO sind die bei OLPC Schweiz engagierten Dozenten Michele Notari und Beat Döbeli Honegger überzeugt. Für sie ist es der erste Laptop, der auf die Bedürfnisse der Schule ausgerichtet ist. Zusammenarbeit und Kommunikation stünden beim XO im Zentrum. Sie glauben, dass dies grosse Auswirkungen auf die Pädagogie haben könnte und letztlich auch Einfluss auf die Lehrerbildung haben werde. In Entwicklungsländern sei zum Beispiel der Frontalunterricht noch sehr stark verbreitet. Sobald aber Kinder den XO besässen und damit arbeiteten, mache diese Art von Unterricht keinen Sinn mehr. Döbeli und Notari wollen pädagogisch-didaktische Konzepte für den Einsatz des XOs entwickeln. Dazu möchten sie hier in begleiteten Klassen den XO testen, das Interesse von Lehrkräften sei gross. In Rorschach und Goldau wäre man sofort bereit, der Start soll diesen August erfolgen, noch aber sind Döbeli und Notari auf der Suche nach Investoren.

Knuddel-Laptop mit Bio-Batterie
Laut OLPC Schweiz sind hier derzeit wenige XOs im Einsatz, denn sie sind nicht im normalen Handel erhätlich. Zwei konnte der «Tages-Anzeiger» aber während einiger Tage testen. Will man das Display aufklappen, muss man zuerst die zwei charakteristischen «Hörnchen» nach aussen drehen – in ihnen steckt die Funkantenne, über welche die XOs miteinander drahtlos kommunizieren und mit denen man ins Internet gelangt. Sofort fällt die für Kinderhände ausgelegte kleine Tastatur auf. Schaltet man das Gerät ein, präsentiert sich ein typischer Linux-Startbildschirm, danach erscheint ein minimalistisch eingerichteter Desktop – der Arbeitsplatz. Für diverse Aufgaben (Schreiben, Musizieren, Surfen usw.) gibts ein vorgegebenes Startsymbol. Der XO verrichtet seine Dienste im Grossen und Ganzen tadellos. Das Surfen im Web gestaltet sich aber bei aufwändig gestalteten Webseiten etwas langsam. Dafür ist der Bildschirminhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt sichtbar. Das ist eine jener Innovationen, die in der IT-Industrie zu reden geben. Ebenso revolutionär: der extrem niedrige Stromverbrauch von bloss 2 Watt – normale Laptops verbrauchen rund 20 Watt. Oder die biologisch abbaubare Batterie.

Obwohl der XO für Private im Westen nicht erhältlich ist, löste er in der IT-Industrie ein kleines Erdbeben aus, dessen Erschütterungen wir schon heute mit dem anhaltenden Erfolg des billigen Mininotebooks EeePC von Asus spüren. XO-Chefdesignerin Mary Lou Jepsen hat vorgemacht, dass «billig» nicht «schlecht» bedeutet. Sie fragte sich: «Was will ich eigentlich mit meinem Laptop tun? E-Mails lesen, im Web surfen, Bilder anschauen, Dokumente schreiben. Brauche ich da Gigahertz um Gigahertz Rechenleistung?» Sie meinte nein. Darum arbeitet im XO kein teurer Hochleistungsprozessor – er verrichtet seine Aufgaben tadellos. Jepsen demonstrierte, dass man Billig-Laptop in vernünftigem kommerziellem Rahmen herstellen kann.

Das setzte die Grossen der Branche unter Druck. Zuerst nahm etwa Chipriese Intel das OLPC-Projekt nicht ernst. Dann fertigte die Firma hastig ein Konkurrenzmodell an, trat dann doch OLPC bei, nur um später wieder auszutreten. Szenekenner vermuten, Intel habe Angst, dass normale Mininotebook unter dem Einfluss des XO zu billig würden. «Ende Jahr wird es Dutzende Billig-Laptops geben, wir starteten hier etwas», meint Jepsen. Sie hat sich nun selbstständig gemacht und will die XO-Innovationen kommerziellen Herstellern anbieten. Ihr Ziel: Laptops ab Stange für 75 Dollar.

Die teuren Verwandten des XO
Billig ist plötzlich in. Asus feiert mit dem günstigen Kleincomputer EeePC einen Überraschungserfolg, die Kunden stürzen sich aufs Mininotebook. Das hat Folgen, alle Hardwarehersteller wollen ein Stück des Kuchens ergattern. So wirft Toshiba noch dieses Jahr ein Konkurrenzprodukt auf den Markt. MSI bringt den «Wind» in die Händlerregale, und bei Van der Led kann man den Jisus (Bild) schon heute für 299 Euro übers Internet vorbestellen – das sind nur einige der kommenden Billigmodelle. (chb)

[Tages-Anzeiger, Christian Bütikofer (3. Juni 2008)]

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Jun
03

Notebook ohne Tasten
HIGHLIGHT: Nicholas Negroponte präsentiert neues 100-Dollar-Laptop

Die Pressebilder des XO2 zeigen ein schmuckes, tastenloses Notebook. Es hat zwei Touchscreens und lässt sich wie ein Buch aufklappen. Oder es kann als regulärer Laptop dienen, indem der eine Schirm in eine virtuelle Tastatur verwandelt wird. «Der neuste Streich von Apple und eine logische Weiterentwicklung des iPhones», denkt sich der Technologiekenner.

Weit gefehlt. Das Gerät stammt aus den Werkstätten von Nicholas Negroponte und seiner Organisation One Laptop Per Child (OLPC). Bis ins Jahr 2010 will Negroponte den XO2 auf den Markt bringen. An der Ankündigungsveranstaltung am Mittwoch in Massachusetts sagte Negroponte, er verstehe das Gerät als Innovationsschub für die gesamte Computerindustrie: «Ich hoffe, andere Hersteller werden sich nach dem Design richten.»

Genaue Angaben zur Leistungsfähigkeit und zur definitiven Hardware-Ausstattung machte Negroponte keine. Er sagte nur, dass der XO2 mit Windows XP kompatibel sein werde und verriet den Preis: 75 US-Dollar. Dieses Wundergerät soll also genau so viel kosten wie ein halber Eintritt zum kommenden Madonna-Auftritt in Dübendorf.

[LexisNexis, SonntagsZeitung, BSK, (3. Juni 2008)]

Mai
27

Jeden Tag scheinen neue Artikel über OLPC oder „Billig-Laptops“ zu erscheinen.
Und mit jedem dieser Tage, werde ich technik-verrückter. Bisher habe ich mich immer für einen Technik-Muffel gehalten, wenn ich aber weiterhin an diesem Thema dran bleiben will, habe ich die Befürchtung, dass ich mir alle diese super-tollen-super-süssen Laptops kaufen gehen muss.

Ich bin sehr begeistert über diese Neuerungen und möchte meinen „alten-schweren“ Laptop wirklich gerne loswerden.
Eigentlich würde es mich sehr interessieren, ob andere aus meiner Klasse sich auch so in ihr Thema „verliebt“ haben wie ich.

Naja, da ich meinen Blog wohl nicht so abschliessen kann, werde ich wahrscheinlich doch noch weitere Einträge verfassen (nachdem ich vom „eee“ oder „OLPC“ Kauf zurück bin).

Bis bald
Sonja

Mai
13

EeePC: Mini-Laptop für unterwegs

Klein, leicht, günstig: Das Mini-Notebook EeePC von Asus ist der ideale PC für unterwegs. Jetzt ist es auch in der Schweiz erhältlich.

Der EeePC wiegt gerade mal 920 Gramm, hat die Standfläche eines halben A-4-Blattes und ist trotzdem ein ausgewachsener Computer. Der Mini-PC arbeitet mit dem Betriebssystem Linux Xandros und hat in der von uns getesteten Version von Orange bereits viele Programme vorinstalliert, die man zum Surfen oder fürs mobile Arbeiten braucht. Auch zum Lernen und Spielen sind mehrere Programme vorhanden.

Die sehr kleine Tastatur und das Touchpad sind etwas gewöhnungsbedürftig, so dass man sich im Zehnfingersystem anfänglich häufig vertippt. Immerhin besitzt dieses
Modell eine Schweizer Tastatur, so dass man die Tasten an ihrem gewohnten Ort findet. Sein Fix-Speicher beträgt nur gerade 4 GB, wobei etwa die Hälfte fürs Betriebssystem und für die installierten Programme draufgeht. Zum Speichern von Musik oder Videos eignet sich das Gerät also nicht, zum Arbeiten, Surfen und Mailen unterwegs dafür umso mehr. Ins Internet gelangt man entweder über WLAN, über ein Ethernet-Kabel oder über das USB-Modem, das Orange zusammen mit Internet Everywhere mitliefert. Der EeePC kostet in der beschriebenen Version bei Orange 399 Franken. ray

[http://www.20min.ch/tools/suchen/story/22463840 (13.Mai 2008)]

Im 20Minuten erscheinen laufend neue Artikel zu den sogenannten „Billig“ Laptops. Es scheint so, dass diese Art von Laptops auch bei uns immer mehr gefragt sind. Für mich ist eigentlich schon jetzt klar, dass ich mir möglichst bald einer dieser Laptops kaufen werde.

Bis bald
Sonja

Ein anderer Artikel, welcher hier nicht ganz zum Thema passt, mich jedoch auf Grund von früheren Semestern interessiert. Die Online-Bibliothek. Gemäss heute-online, „eröffnen die Stadtbibliothek Burgdorf, die St. Galler Kantonsbibliothek Vadiana und die Stadt- und Kantonsbibliothek Zug Internetfilialen. Vom Hörkrimi bis zum Fachbuch wird es dann alles als Download geben.“ [Online Quelle leider nicht gefunden]

EeePC: Mini-Laptop für unterwegs
(08 May 2008)
by Ray
edited by 20 Minuten

Mai
06

Sebastian hat mich in einem Kommentar auf einen neuen Artikel im Tagesanzeiger aufmerksam gemacht, wofür ich herzlich danke.
Der Artikel fasst sowohl das Projekt OLPC, wie auch die ökonomischen und ethischen Aspekte sehr schön zusammen und ist wirklich interessant zu lesen. Auch die kritische Seite (Konkurrenz mit den Giganten) wird beschrieben und nicht verherrlicht.
Aus meiner Sicht ist dieser Artikel sehr lesenswert.

Bis bald
Sonja

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/digital/hintergrund/867414.html

Tagesanzeiger vom 6. Mai 2008
(06 May 2008)

Mai
02

In meinem Referat sind wir auf die Auswirkungen des Handys für Afrika zu sprechen gekommen. Hier habe ich heute einen Artikel darüber gefunden, welchen ich euch nicht vorenthalten möchte.

Afrika überholt Nordamerika

LONDON• Die Zahl der Handykunden

stieg in Afrika auf 280 Millionen.

Das sind mehr Kunden als in

den USA und Kanada zusammen.

In Afrika stieg die Zahl der Mobilfunkkunden

2007 um 38 Prozent –stärker als überall sonst auf der

Welt. Laut der Branchenseite «totaltele.com» telefonierten Ende

des ersten Quartals 2008 über 280 Millionen Afrikaner mit einem

Handy. Zum Vergleich: Die USA und Kanada zusammen kommen

lediglich auf 277 Millionen Handybesitzer. Die Popularität

des Handys auf dem schwarzen Kontinent verwundert nicht, denn

vielerorts fehlt die Festnetz-Infrastruktur und das Handy ist einziges

Kommunikationsmittel. bö. [heute, bö, 2.Mai2008]


Bis bald Sonja

Afrika überholt Nordamerika
by
edited by Heute

Apr
22

In meinem Vortrag ist die Frage gestellt worden, wie die Unterstützung in den Ländern aussehen soll. Seit einiger Zeit bin ich nun am Recherchieren. Heute habe ich mich nun vertieft in die Sache eingearbeitet. Nach nunmehr 2 Stunden und Null brauchbaren Resultaten werde ich euch meine Erkentnisse darstellen.
Bisher ist weder in Zeitungen resp. LexisNexis noch auf dem Internet etwas brauchbares zu finden.

Bei meiner Recherche bin ich jedoch auf viele sehr interessante Links, Webseiten und Blogs gestossen.

Meines Erachtens die lesenswerteste Seite ist scouty.de [http://www.scouty.de/index.html?q=OLPC&c=2&o=0 (22.April 2008)] Hier gibt es insgesamt über 140 News zum Projekt OLPC. Dabei geht es von technischen über personelle Probleme, bis hin zu rechtlichen Gegebenheiten. Hier habe ich auch erfahren, dass Nicholas Negroponte (der Initiator) seit dem 17. März 2008 nach einem Nachfolger sucht, was mich sehr erstaunt hat. Ich werde da drann bleiben.

Als guten Überblick hat sich die Seite OLPC.com gezeigt. [http://www.olpc.com/links.html (22.4.2008)] Hier sind diverse sehr interessante Links vorhanden. Am spannendsten ist sicher der kritische Blog zum Thema OLPC. [http://www.olpcnews.com/ (22.4.2008)]

Am positivsten gefärbt ist sicher weiterhin die Seite von OLPC persönlich, wo die sogenannten „Goals“ (Zielsetzungen) der Initative dargestellt werden. [http://wiki.laptop.org/go/The_Goals_of_OLPC (22.4.2008)]

Leider habe ich aber immer noch nichts über die betroffenen Länder erfahren können. Ich werde weiter an dieser Frage drann bleiben, da ich sie sowohl als interessant wie auch als elementar für das Gelingen des Projekts empfinde.

Bis bald
Sonja

Links zu OLPC
Scouty News
Walter Bender’s kritischer BlogWiki, OLPC

Apr
08

Kaum Schule gemacht
Lerncomputer für Kinder sind kein Erfolg

Die Lerncomputer für Kinder machen bloss viele und störende Geräusche, ebenfalls lassen sie sich betreffend Funktionen nicht mit richtigen Computern für Erwachsene vergleichen. Vielleicht deshalb haben sie sich nicht zum Verkaufsschlager für Kinder entwickeln können. Kindercomputer sind auch heute noch umstritten, da sie meist nicht mehr bieten als das Erlernen des Alphabetes und der Zahlen. Sie brauchen nur Batterien und die Kinder spielen lieber mit richtigen Computer, auf jedenfall die älteren von ihnen. Die Preise für Lerncomputer sind die letzten Jahre stetig gesunken und nur in der Schweiz und in den USA können sie einigermassen ihre Produktionskosten wieder einholen. Der einzige Vorteil scheint zu sein, dass die Lerncomputer über keinen Internetzugang verfügen und somit müssen sich die Eltern wenigstens um die vielen „falschen Internetseiten“ keine Sorgen machen.
[vgl. SonntagsZeitung, Daniel Metzger, S.108, 23.03.2008]

Diesen Artikel hat mir Matthias unlängst zu lesen gegeben. Der Artikel ist sehr spannend, jedoch habe ich nicht das Gefühl, dass er sich mit dem XO gross vergleichen lässt. Meines Erachtens, sind Lerncomputer in der westlichen Welt nur zum Erheitern der Kinder und Ärgern der Eltern gedacht. Doch wie unterscheidet sich der XO von solchen Produkten? Der XO verfügt über viele Möglichkeiten (wie e-Books lesen, Software selber gestalten und Zeichenprogramme auf guten Niveau zu erlernen) welche die Lerncomputer bei „uns“ nicht bieten. Der OLPC ist auch dafür gedacht, Kindern beim Erlernen ihrer Schreib- und Lesefähigkeiten zu unterstützen, was Kinder in westlichen Länder, durch die „bessere“ Schulbildung, weniger benötigen als Kinder in abgelegenen Regionen dieser Erde. Ich finde den Artikel sehr lesenswert, auch wenn ich nicht viele Bezugspunkte zum Projekt „One Laptop per Child“ erkennen kann.

Bis bald
Sonja

Kaum Schule gemacht Lerncomputer für Kinder sind kein Erfolg

Apr
01

Hallo Zusammen
Ich habe im Vortrag von einem Video erzählt, welches die Eigenschaften von OLPC darstellt, hier der Link!!!
Hoffe, ihr habt Freude daran…

http://www.youtube.com/watch?v=BBoghPvyhts
[Video New York Times]

OLPC Video

Mrz
31

Erste Recherchen zu Lernsoftware

Bisher habe ich diese zwei spannenden Artikel im Internet gefunden. Nach dem Mail von Gusti (gestern) habe ich mich entschieden, den ganzen Blog nochmals neu zu gestalten.

Hier nun einige spannende Recherchen zu „One Laptop per Child“
GTZ-Kooperation
bit media entwickelt Lernsoftware für den 100$-Laptop
Graz, August 2007 –

bit media hat als erster eLearning-Anbieter in Europa eines der neuen 100$-Notebooks erhalten, um den Einsatz seiner bewährten eJunior-Lernsoftware darauf zu testen. Mit diesem Programm lernen Kids spielerisch und eigenständig den Umgang mit Computern. Der Kinderlaptop des Projektes „One Laptop Per Child“ (OLPC) wurde den eLearning-Experten im Rahmen des äthiopischen Entwicklungshilfeprogramms „engineering capacity building project“ (ecbp) zur Verfügung gestellt.Das Projekt, an dem die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wesentlich beteiligt ist, leistet einen entscheidenden Beitrag zur Modernisierung des äthiopischen Bildungswesens. „Wir sind begeistert von diesem globalen Bildungsprojekt und zugleich stolz darauf, passende Lernsoftware für diesen Laptop zu entwickeln“, sagt Klaus Kersten, Prokurist bei bit media und verantwortlich für internationale Entwicklung.Ziel von bit media ist es nun, ihre hochwertige Lernsoftware an den Laptop und die Bedürfnisse der äthiopischen Kinder anzupassen. „Einzelne Lernsequenzen übersetzen wir ins Amharische, die Amtssprache des Landes. Für die Tonsequenzen laden wir eigens Sprecher aus Äthiopien ein“, schildert Kersten das Projekt. Nach der technischen Anpassung des eJuniors an das Linux-Betriebssystem und die Monitorgröße der OLPC-Notebooks ist die Software bereits erfolgreich installiert. Bis zum Spätsommer wird bit media die Lerninhalte weiter modifizieren.
Das Projekt soll exemplarisch zeigen, wie in Europa vielfach erprobte und vom Bildungsministerium approbierte Lernsoftware auf den OLPC-Geräten eingesetzt werden kann. Die Anpassung an Sprachen anderer Entwicklungsländer verläuft anschließend problemlos.

One Laptop per Child
One Laptop per Child ist ein äußerst erfolgreiches globales Bildungsprojekt. Ziel ist es, ein 100$-Notebook als Lernhilfe für Kinder in abgelegenen Regionen der Erde zu entwickeln. Die Computer wurden bereits mehrere Millionen Mal vorbestellt – die Produktion ist damit sicher.
Einen sehr prestigeträchtigen Einsatz erhielten die Laptops bereits beim Junior8-Gipfel (J8), der parallel zum G8-Gipfel 2007 stattfand. Dort nutzten die jungen Teilnehmer 90 OLPC-Notebooks für Bild- und Videoaufzeichnung bei Interviews. Neben notwendiger Standardsoftware ist natürlich auch qualitativ hochwertiger eLearning Content gefragt – wofür sich bit media stark macht.

Ein Laptop für jeden Volksschüler
Eigentlich für Entwicklungsländer konzipiert, will das Unterrichtsministerium die „One Laptop Per Child“-Initiative auch an Österreichs Schulen ausprobieren
Auch Österreich will sich an der Initiative „One Laptop Per Child“ (OLPC) des „IT-Gurus“ Nicholas Negroponte beteiligen und Erfahrungen mit dem „100-Dollar-Laptop“ im Unterricht sammeln. Ab Anfang 2008 sollen rund 100 Kinder in vier Volksschulklassen ihren eigenen Laptop zum Lernen bekommen, erklärte Aaron Kaplan, Begründer und Obmann von OLPC Austria, dem Standard.
Erfahrungen Mehr zum Thema

IBM Express Advantage: Lösungen für KMU
Vor wenigen Monaten gründete Kaplan den Verein OLPC Austria zur Unterstützung des internationalen Projekts, aber auch, um damit in Österreich Erfahrungen zu sammeln. Rund ein Dutzend Personen sind dafür in Österreich aktiv und ehrenamtlich tätig.“Die erste Frage von OLPC Cambridge“ – dem Sitz des internationalen Vereins bei Boston – „war, warum wir ein Projekt für Entwicklungsländer in einem entwickelten Land starten wollen“, erzählt Kaplan. „Aber wenn Entwicklungsländer sehen, dass es in entwickelten Ländern klappt, dann sind sie überzeugt, dass es gut sein muss.“ Man wolle demonstrieren, dass es „kein billiger Schrott ist, sondern das Beste, was es in diesem Bereich gibt“, sagt Kaplan, der am Technikum Wien über Betriebssysteme lehrt und einer der „Funkfeuer“-Initiatoren war, einem experimentellen Funknetz für Onlinezugang.

170 Dollar
Der „100-Dollar-Laptop“ (derzeit kostet das Gerät rund 170 Dollar, höhere Stückzahlen sollen bis Ende 2008 dazu führen, das Preisziel zu erreichen) wurde im Hinblick auf die Benutzung durch Kinder und die Umweltbedingungen von Entwicklungsländern gebaut: überaus robust, schlag- und spritzwasserfest, mit einem Display, das auch im Sonnenlicht exzellent zu lesen ist, der Möglichkeit, über einen kleinen angeschlossenen Handgenerator das Gerät wieder aufzuladen, und einem Mesh-Funknetzwerk, bei dem jeder Laptop mit jedem anderen ein Netz und so seine eigene Infrastruktur bildet. Die Software, die weltweit entwickelt wird, soll sowohl von der OLPC-Initiative als auch von weiteren Open-Source-Communities kommen.
Software und Funktechnik machen den Laptop vom Start weg zu einem Werkzeug gemeinsamen Arbeitens: Auf dem Display sieht man jederzeit, wer (und welche Informationsquellen) sich im Umfeld befinden. Und jedes Programm, jedes Dokument, an dem jemand arbeitet, kann gleichzeitig von anderen bearbeitet werden, wenn es zum gemeinsamen Gebrauch freigegeben wird, erklärt Simon Dorner, der als Grafiker und Webdesigner bei OLPC Austria mitmacht.

„Neue Arten des Lernens zu finden“
„Neue Arten des Lernens zu finden“ sei der Grund und das Ziel, warum jedes Kind seinen eigenen Laptop haben soll, erklärt Kaplan. Als Beispiel erzählt er von einer Klasse mit Zehnjährigen, die mithilfe von Software zur Simulation des freien Falls und unter Anleitung ihrer Lehrerin selbst dem Gesetz der Schwerkraft auf die Spur kommt: durch Experimente mit unterschiedlich schweren Körpern, die von einem Schuldach fallen gelassen und mit Video und Stoppuhr beobachtet werden, um anschließend mit der Simulationssoftware Bild um Bild analysiert zu werden, um zu verstehen, wie die Schwerkraft wirkt.
Dynamisch
„Bei Naturwissenschaften wird Lernen durch Software gut unterstützt, aber wie das zum Beispiel bei Sprachen oder Musik geht, das wollen wir herausfinden“, beschreibt Kaplan. Das Projekt sei „dynamisch und kann in viele Richtungen gehen, die Verwendung des Laptops kann dann in Österreich ganz anders aussehen als in anderen Ländern.“
Auch den Prozess der Entwicklung von Lernsoftware wolle man in Gang setzen, sagt Dorner. Dazu veranstaltet OLPC Austria einen weltweiten „activity challenge“, einen Wettbewerb zur Erstellung von Lernsoftware – Sponsoren für Preise werden noch gesucht.
Für die heimischen Laptops hat Helga Schmidt von OLPC Austria eine coole Tasche designt (Bild) – die Schnittmuster-Software ist auf dem Gerät.
Für den Unterrichtssektor sei die Open-Source-Idee besonders interessant, erklärt Kaplan, da dadurch die Kosten für Softwarelizenzen sinken. Open Source öffne eine größere Plattform zur Entwicklung geeigneter Programme, die leicht weitergegeben und weiterentwickelt werden können.

Österreichische „One Laptop Per Child“-Initiative: Obmann Aaron Kaplan, Simon Dorner mit „XO“.Vorrangig sei jetzt die Suche nach Schulklassen, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen wollen, idealerweise mit Lehrern, „die eine Brücke zwischen der Informatik und dem pädagogischen Konzept schlagen können“ (Kaplan). (Helumt Spudich, Der Standard, Printausgabe 15.9 .2007)

Bis bald
Sonja

170 Dollar Laptop