Sonja’s Blog
one laptop per child

SonntagsZeitung vom 23.März 2008

Kaum Schule gemacht
Lerncomputer für Kinder sind kein Erfolg

Die Lerncomputer für Kinder machen bloss viele und störende Geräusche, ebenfalls lassen sie sich betreffend Funktionen nicht mit richtigen Computern für Erwachsene vergleichen. Vielleicht deshalb haben sie sich nicht zum Verkaufsschlager für Kinder entwickeln können. Kindercomputer sind auch heute noch umstritten, da sie meist nicht mehr bieten als das Erlernen des Alphabetes und der Zahlen. Sie brauchen nur Batterien und die Kinder spielen lieber mit richtigen Computer, auf jedenfall die älteren von ihnen. Die Preise für Lerncomputer sind die letzten Jahre stetig gesunken und nur in der Schweiz und in den USA können sie einigermassen ihre Produktionskosten wieder einholen. Der einzige Vorteil scheint zu sein, dass die Lerncomputer über keinen Internetzugang verfügen und somit müssen sich die Eltern wenigstens um die vielen „falschen Internetseiten“ keine Sorgen machen.
[vgl. SonntagsZeitung, Daniel Metzger, S.108, 23.03.2008]

Diesen Artikel hat mir Matthias unlängst zu lesen gegeben. Der Artikel ist sehr spannend, jedoch habe ich nicht das Gefühl, dass er sich mit dem XO gross vergleichen lässt. Meines Erachtens, sind Lerncomputer in der westlichen Welt nur zum Erheitern der Kinder und Ärgern der Eltern gedacht. Doch wie unterscheidet sich der XO von solchen Produkten? Der XO verfügt über viele Möglichkeiten (wie e-Books lesen, Software selber gestalten und Zeichenprogramme auf guten Niveau zu erlernen) welche die Lerncomputer bei „uns“ nicht bieten. Der OLPC ist auch dafür gedacht, Kindern beim Erlernen ihrer Schreib- und Lesefähigkeiten zu unterstützen, was Kinder in westlichen Länder, durch die „bessere“ Schulbildung, weniger benötigen als Kinder in abgelegenen Regionen dieser Erde. Ich finde den Artikel sehr lesenswert, auch wenn ich nicht viele Bezugspunkte zum Projekt „One Laptop per Child“ erkennen kann.

Bis bald
Sonja

Kaum Schule gemacht Lerncomputer für Kinder sind kein Erfolg

2 Responses to “SonntagsZeitung vom 23.März 2008”

  1. Sprachsalat

    Bin auch der Meinung, dass diesen nachgeahmten Lap Top’s keine Alternativen zum XO darstellen.

    Dass diese XO nicht „auf gut Glück“ in den „Busch“ geworfen werden, haben wir in Deinem Referat gelernt.
    Ich denke ein wichtiger Erfolgsfaktor sind die Sprachversionen. Sowie ich es verstehe werden diese XO hauptsächlich in Englisch und Spanisch ausgeliefert. Aus deinen Recherchen geht hervor dass lediglich einzelne Lernsoftwaresequenzen beispielsweise ins Amharische übersetzt wurden. Die Muttersprache der Kinder sollte meiner Meinung nach höher gewichtet werden. Dies fördert die Akzeptanz für das neue Gerät. Gleichzeitig lanciert dieser Gedanke natürlich die Diskussion bezüglich bessere Karriere Chancen durch die Weltsprache englisch VS. eigene Kultur und Muttersprache fördern. Diese Diskussion ist auch in der Schweiz aktuell bezüglich Mundart oder Schriftsprache im Kindergarten. Denke diesbezüglich gibt es so viele Meinungen wie ein Land Einwohner hat. Vielleicht kannst du diesen Gedanken einbauen.

    Grüsse

    Matthias

  2. Hallo Matthias

    Ich denke, wenn nur einige Sequenzen (welche sehr wichtig sind) in die jeweilige Landessprache übersetzt werden, ist dies nicht unbedingt ein Nachteil. Wir in der Schweiz lernen ja auch ab der 1. Klasse Hochdeutsch, was für uns eine Fremdsprache ist. In den Afrikanischen Ländern sind immer noch Englisch und Französisch „offizielle Sprachen“ obwohl viele Kinder z.B. mit URDU (in Togo) aufwachsen. In Südamerika ist das spanische eh kein Problem und allerhöchstens im asiatischen Bereich mache ich mir über die englischsprachige Software ein wenig Gedanken. Jedoch sind sicher die Chancen der Kinder, welche eine „offizielle“ Weltsprache sprechen grösser.

    Ich denke die ganze Diskussion um Sprachen wird gerade in der Schweiz sehr übertrieben.

    Danke für deine jeweils anregenden Kommentare und Diskussionen.
    Grüsse
    Sonja


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