Sonja’s Blog
one laptop per child

Recherchen zu Lernsoftware

Erste Recherchen zu Lernsoftware

Bisher habe ich diese zwei spannenden Artikel im Internet gefunden. Nach dem Mail von Gusti (gestern) habe ich mich entschieden, den ganzen Blog nochmals neu zu gestalten.

Hier nun einige spannende Recherchen zu „One Laptop per Child“
GTZ-Kooperation
bit media entwickelt Lernsoftware für den 100$-Laptop
Graz, August 2007 –

bit media hat als erster eLearning-Anbieter in Europa eines der neuen 100$-Notebooks erhalten, um den Einsatz seiner bewährten eJunior-Lernsoftware darauf zu testen. Mit diesem Programm lernen Kids spielerisch und eigenständig den Umgang mit Computern. Der Kinderlaptop des Projektes „One Laptop Per Child“ (OLPC) wurde den eLearning-Experten im Rahmen des äthiopischen Entwicklungshilfeprogramms „engineering capacity building project“ (ecbp) zur Verfügung gestellt.Das Projekt, an dem die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wesentlich beteiligt ist, leistet einen entscheidenden Beitrag zur Modernisierung des äthiopischen Bildungswesens. „Wir sind begeistert von diesem globalen Bildungsprojekt und zugleich stolz darauf, passende Lernsoftware für diesen Laptop zu entwickeln“, sagt Klaus Kersten, Prokurist bei bit media und verantwortlich für internationale Entwicklung.Ziel von bit media ist es nun, ihre hochwertige Lernsoftware an den Laptop und die Bedürfnisse der äthiopischen Kinder anzupassen. „Einzelne Lernsequenzen übersetzen wir ins Amharische, die Amtssprache des Landes. Für die Tonsequenzen laden wir eigens Sprecher aus Äthiopien ein“, schildert Kersten das Projekt. Nach der technischen Anpassung des eJuniors an das Linux-Betriebssystem und die Monitorgröße der OLPC-Notebooks ist die Software bereits erfolgreich installiert. Bis zum Spätsommer wird bit media die Lerninhalte weiter modifizieren.
Das Projekt soll exemplarisch zeigen, wie in Europa vielfach erprobte und vom Bildungsministerium approbierte Lernsoftware auf den OLPC-Geräten eingesetzt werden kann. Die Anpassung an Sprachen anderer Entwicklungsländer verläuft anschließend problemlos.

One Laptop per Child
One Laptop per Child ist ein äußerst erfolgreiches globales Bildungsprojekt. Ziel ist es, ein 100$-Notebook als Lernhilfe für Kinder in abgelegenen Regionen der Erde zu entwickeln. Die Computer wurden bereits mehrere Millionen Mal vorbestellt – die Produktion ist damit sicher.
Einen sehr prestigeträchtigen Einsatz erhielten die Laptops bereits beim Junior8-Gipfel (J8), der parallel zum G8-Gipfel 2007 stattfand. Dort nutzten die jungen Teilnehmer 90 OLPC-Notebooks für Bild- und Videoaufzeichnung bei Interviews. Neben notwendiger Standardsoftware ist natürlich auch qualitativ hochwertiger eLearning Content gefragt – wofür sich bit media stark macht.

Ein Laptop für jeden Volksschüler
Eigentlich für Entwicklungsländer konzipiert, will das Unterrichtsministerium die „One Laptop Per Child“-Initiative auch an Österreichs Schulen ausprobieren
Auch Österreich will sich an der Initiative „One Laptop Per Child“ (OLPC) des „IT-Gurus“ Nicholas Negroponte beteiligen und Erfahrungen mit dem „100-Dollar-Laptop“ im Unterricht sammeln. Ab Anfang 2008 sollen rund 100 Kinder in vier Volksschulklassen ihren eigenen Laptop zum Lernen bekommen, erklärte Aaron Kaplan, Begründer und Obmann von OLPC Austria, dem Standard.
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Vor wenigen Monaten gründete Kaplan den Verein OLPC Austria zur Unterstützung des internationalen Projekts, aber auch, um damit in Österreich Erfahrungen zu sammeln. Rund ein Dutzend Personen sind dafür in Österreich aktiv und ehrenamtlich tätig.“Die erste Frage von OLPC Cambridge“ – dem Sitz des internationalen Vereins bei Boston – „war, warum wir ein Projekt für Entwicklungsländer in einem entwickelten Land starten wollen“, erzählt Kaplan. „Aber wenn Entwicklungsländer sehen, dass es in entwickelten Ländern klappt, dann sind sie überzeugt, dass es gut sein muss.“ Man wolle demonstrieren, dass es „kein billiger Schrott ist, sondern das Beste, was es in diesem Bereich gibt“, sagt Kaplan, der am Technikum Wien über Betriebssysteme lehrt und einer der „Funkfeuer“-Initiatoren war, einem experimentellen Funknetz für Onlinezugang.

170 Dollar
Der „100-Dollar-Laptop“ (derzeit kostet das Gerät rund 170 Dollar, höhere Stückzahlen sollen bis Ende 2008 dazu führen, das Preisziel zu erreichen) wurde im Hinblick auf die Benutzung durch Kinder und die Umweltbedingungen von Entwicklungsländern gebaut: überaus robust, schlag- und spritzwasserfest, mit einem Display, das auch im Sonnenlicht exzellent zu lesen ist, der Möglichkeit, über einen kleinen angeschlossenen Handgenerator das Gerät wieder aufzuladen, und einem Mesh-Funknetzwerk, bei dem jeder Laptop mit jedem anderen ein Netz und so seine eigene Infrastruktur bildet. Die Software, die weltweit entwickelt wird, soll sowohl von der OLPC-Initiative als auch von weiteren Open-Source-Communities kommen.
Software und Funktechnik machen den Laptop vom Start weg zu einem Werkzeug gemeinsamen Arbeitens: Auf dem Display sieht man jederzeit, wer (und welche Informationsquellen) sich im Umfeld befinden. Und jedes Programm, jedes Dokument, an dem jemand arbeitet, kann gleichzeitig von anderen bearbeitet werden, wenn es zum gemeinsamen Gebrauch freigegeben wird, erklärt Simon Dorner, der als Grafiker und Webdesigner bei OLPC Austria mitmacht.

„Neue Arten des Lernens zu finden“
„Neue Arten des Lernens zu finden“ sei der Grund und das Ziel, warum jedes Kind seinen eigenen Laptop haben soll, erklärt Kaplan. Als Beispiel erzählt er von einer Klasse mit Zehnjährigen, die mithilfe von Software zur Simulation des freien Falls und unter Anleitung ihrer Lehrerin selbst dem Gesetz der Schwerkraft auf die Spur kommt: durch Experimente mit unterschiedlich schweren Körpern, die von einem Schuldach fallen gelassen und mit Video und Stoppuhr beobachtet werden, um anschließend mit der Simulationssoftware Bild um Bild analysiert zu werden, um zu verstehen, wie die Schwerkraft wirkt.
Dynamisch
„Bei Naturwissenschaften wird Lernen durch Software gut unterstützt, aber wie das zum Beispiel bei Sprachen oder Musik geht, das wollen wir herausfinden“, beschreibt Kaplan. Das Projekt sei „dynamisch und kann in viele Richtungen gehen, die Verwendung des Laptops kann dann in Österreich ganz anders aussehen als in anderen Ländern.“
Auch den Prozess der Entwicklung von Lernsoftware wolle man in Gang setzen, sagt Dorner. Dazu veranstaltet OLPC Austria einen weltweiten „activity challenge“, einen Wettbewerb zur Erstellung von Lernsoftware – Sponsoren für Preise werden noch gesucht.
Für die heimischen Laptops hat Helga Schmidt von OLPC Austria eine coole Tasche designt (Bild) – die Schnittmuster-Software ist auf dem Gerät.
Für den Unterrichtssektor sei die Open-Source-Idee besonders interessant, erklärt Kaplan, da dadurch die Kosten für Softwarelizenzen sinken. Open Source öffne eine größere Plattform zur Entwicklung geeigneter Programme, die leicht weitergegeben und weiterentwickelt werden können.

Österreichische „One Laptop Per Child“-Initiative: Obmann Aaron Kaplan, Simon Dorner mit „XO“.Vorrangig sei jetzt die Suche nach Schulklassen, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen wollen, idealerweise mit Lehrern, „die eine Brücke zwischen der Informatik und dem pädagogischen Konzept schlagen können“ (Kaplan). (Helumt Spudich, Der Standard, Printausgabe 15.9 .2007)

Bis bald
Sonja

170 Dollar Laptop

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