Spannender Artikel aus dem 20Minuten
Siegeszug der Mini-Laptops
Sie sind klein, billig und der letzte Schrei an den Computermessen rund um den Globus: Superkompakte Zweitrechner, an denen im Moment kein Weg vorbeiführt.
Die Billig-Rechner im Handtaschenformat können zwar nicht viel – das Wenige, das sie können, verdient aber das Prädikat gut. Die diesjährige Cebit (04.03. – 09.03.2008), weltgrösste Computermesse, stand ganz im Zeichen der Reduktion auf das Wesentliche. Der Star unter den Mini-Laptops ist der EEE-PC (Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play) von Asus. Das erste Modell ist mit einem 4 Gigabyte Flash-Speicher ausgestattet, läuft mit dem Betriebssystem Linux, verfügt über einen kleinen 7-Zoll-Bildschirm und eignet sich gut für das Surfen im Internet oder das Erledigen von kleineren Büroarbeiten. Trotz des spärlichen Speicherplatzes – manch eine Digicam hat mehr – wurde die kleine Wunderkiste bereits über 350 000 Mal verkauft. Das dürfte an dem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis liegen: In den Regalen wird das Leichtgewicht für weniger als 500 Franken feilgeboten. Der tiefe Preis kommt aufgrund des kostenlosen Betriebssystems Linux zustande. Für Windows müssten hohe Lizenzkosten an Microsoft bezahlt werden.
Sein Nachfolger, der EEE-PC 900, wurde auf der Cebit zum ersten Mal der breiten Masse vorgestellt. Er bietet dreimal so viel Speicher (12 Gigabyte), einen grösseren Bildschirm (8.9 Zoll) und kommt gegen einen Aufpreis auf Wunsch auch mit Windows daher. Ein UMTS-Aufstecker lässt den Billig-Rechner unterwegs auch ohne WLAN aufs Internet zugreifen. Ein ebenbürtiger Ersatz zu den gängigen Notebooks sind die Winzlinge aber nicht, dafür sind Display, Performance und Tastatur einfach zu klein. Als günstiges Zweitgerät haben sie aber die Herzen der Käuferschaft im Sturm erobert.
Der erste tragbare Computer kam 1981 auf den Markt. Mit einem Gewicht von zwölf Kilogramm war er für den mobilen Einsatz allerdings eindeutig zu schwer. Heute wiegen die meisten tragbaren Computer zwischen zwei und drei Kilogramm und erbringen eine ähnliche Leistung wie ein herkömmlicher Desktop-Computer. Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz mit 799 000 Stück erstmals mehr Notebooks als Desktop-Computer verkauft.
[20Minuten: Akt. 10.03.08; 16:23 Pub. 10.03.08; 14:05 ydm, von Manuel Bühlmann. URL: http://www.20min.ch/digital/hardware/story/12883530 (Stand: 10. März 2008)]
Diesen Artikel habe ich heute im 20Minuten online gesehen. Bei Gelegenheit werde ich vielleicht noch einiges dazu schreiben. Für mich stellt sich nämlich die Frage, inwiefern diese Mini- und „Billig-“ Laptops Konkurrenz zum OLPC-Projekt sind, oder werden könnten. Da es sich dabei sowohl politisch, wie ethisch oder gesellschaftlich disskutieren lässt, möchte ich mir noch einige Tage Zeit lassen um meine Gedanken und Fragen dazu genauer zu durchdenken. Vielleicht hat ja bereits jemand Lust seine Gedanken in Worte zu fassen.
Bis bald
Sonja
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